Wie geht es weiter nach dem SIBO-Test?
Viele Menschen sind nach einem SIBO-Testergebnis zunächst unsicher: Was bedeutet das Ergebnis jetzt konkret für mich? Und wie geht es weiter? Genau hier möchten wir Sie unterstützen.
In diesem Beitrag erklären wir Ihnen verständlich und Schritt für Schritt, wie Sie den größtmöglichen medizinischen Nutzen aus Ihrem Testergebnis und den daraus abgeleiteten Empfehlungen ziehen können. Dabei geht es nicht nur um mögliche Behandlungswege bei einem positiven Testergebnis, sondern auch darum, welche sinnvollen nächsten diagnostischen Schritte bei einem negativen Ergebnis in Betracht kommen können.
Unser Ziel ist es, Ihnen Orientierung zu geben, Fragen zu beantworten und Ihnen zu zeigen, dass jedes Testergebnis – unabhängig vom Ausgang – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Klarheit und einem besseren Verständnis Ihrer Beschwerden sein kann.
Gut zu wissen: Was bedeutet mein SIBO-Test Ergebnis?
- Ein negatives SIBO-Testergebnis heißt nicht, dass Ihre Beschwerden keine Ursache haben.
- Häufig folgen Tests auf Laktose-, Fruktose- oder Sorbit-Unverträglichkeit.
- Ein positives SIBO-Testergebnis erfordert eine gezielte Therapie und die Suche nach den Ursachen, um Rückfälle zu vermeiden.
Was mache ich bei einem negativen SIBO-Testergebnis? Was bedeutet das?
Mit Ihrem Testergebnis erhalten Sie von uns nicht nur übersichtlich dargestellte Messwerte – sowohl in Tabellenform als auch als leicht verständliche Grafik. Zusätzlich bekommen Sie eine ausführliche, auf Ihre persönlichen Beschwerden abgestimmte Interpretation, die Ihnen hilft, die Ergebnisse besser einzuordnen.
Wichtig zu wissen: Bei etwa zwei Dritteln aller durchgeführten Tests wird keine SIBO nachgewiesen. Das entspricht sowohl den Daten aus der wissenschaftlichen Literatur als auch unserer langjährigen Erfahrung. Ein negatives Ergebnis bedeutet jedoch keineswegs, dass Ihre Beschwerden nicht real sind – im Gegenteil: Es ist ein wertvoller Schritt, um andere mögliche Ursachen gezielt weiter abzuklären.
Welche Untersuchungen sind jetzt sinnvoll?
Abhängig von Ihrem individuellen Beschwerdebild erhalten Sie deshalb konkrete Empfehlungen für sinnvolle weiterführende Untersuchungen. Dazu können beispielsweise Tests auf Laktose- oder Fruktose/Sorbit-Unverträglichkeiten oder auch eine mögliche Glutenunverträglichkeit gehören. Wir empfehlen Ihnen, diese Hinweise gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Ihrem Therapeuten zu besprechen, damit die nächsten diagnostischen Schritte gut abgestimmt geplant werden können.
In manchen Fällen können auch ergänzende Heimtests – etwa auf Laktose- oder Fruktose/Sorbit-Unverträglichkeit – eine hilfreiche und oft schneller verfügbare Möglichkeit sein, weitere Hinweise auf die Ursache Ihrer Beschwerden zu erhalten.
Falls Sie aktuell keine medizinische Begleitung haben oder sich unsicher sind, an wen Sie sich wenden können, unterstützen wir Sie gern: Über unser Behandlernetzwerk (Link) haben Sie die Möglichkeit, erfahrene Ärzte oder Therapeuten zu finden, die sich mit der Diagnostik und Behandlung von Verdauungsbeschwerden auskennen. Gerne können Sie sich auch an uns bei weiteren Fragen wenden.
Was mache ich bei einem positiven Testergebnis? Welche Therapie ist sinnvoll? Was ist darüber hinaus zu beachten?
Bei einem positiven Testergebnis gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie die Behandlung weiter gestaltet werden kann. Eine wichtige Rolle für die Auswahl einer gezielten Behandlung spielt dabei neben der Ausprägung der klinischen Beschwerden, ob es sich um eine wasserstoff- oder methandominate Form der Fehlbesiedlung handelt. Zukünftig wird dann auch der Nachweis von Schwefelwasserstoff eine Rolle spielen. Einen verständlichen Überblick über häufig eingesetzte Therapieansätze finden Sie auch in unserem Blogbeitrag „SIBO Behandlung – Die besten Therapieoptionen & Heilungsmethoden“.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei SIBO?
Grundsätzlich kommen – je nach individueller Situation – unterschiedliche Behandlungswege infrage. Dazu zählen beispielsweise
- gezielte Ernährungsanpassungen,
- Therapien mit klassischen Antibiotika oder auch
- pflanzliche Alternativen, sogenannte Phytobiotika (Mittel, die die Darmbewegung unterstützen).
- Flankierend können sog. Prokinetika eingesetzt werden.
Warum ist die Ursachenforschung so wichtig?
Wichtig ist, dass Ihr Arzt oder Therapeut auch noch möglichen Ursachen für eine SIBO fahndet und diese mit soweit möglich in das Therapiekonzept mit einbindet. Denn bleiben die auslösenden Faktoren unbehandelt kommt es häufig zu Rückfällen. Welche Option für Sie sinnvoll ist, sollte immer gemeinsam mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Therapeutin bzw. Ihrem Therapeuten entschieden werden.
Ist ein Kontrolltest nach der Therapie sinnvoll?
In vielen Fällen ja. Oft kann es sinnvoll sein nach Abschluss der Therapie einen Kontrolltest durchzuführen, um den Erfolg der Behandlung zu dokumentieren.
Unterstützung durch erfahrene Behandler
Falls Sie aktuell keine medizinische Begleitung haben oder unsicher sind, an wen Sie sich wenden können, unterstützen wir Sie gern: Über unser Behandlernetzwerk haben Sie die Möglichkeit, erfahrene Ärzte oder Therapeuten zu finden, die sich auf die Diagnostik und Behandlung von Verdauungsbeschwerden spezialisiert haben.
Und natürlich gilt: Wenn Sie Fragen zu Ihrem Ergebnis haben oder weitere Unterstützung wünschen, können Sie sich jederzeit gerne an uns wenden – wir begleiten Sie auf Ihrem Weg zu mehr Klarheit und Wohlbefinden.
Das Wichtigste zum SIBO-Test Ergebnis auf einen Blick
- Negativ heißt nicht beschwerdefrei. Weitere Ursachen prüfen.
- Positiv heißt: gezielt behandeln und Auslöser klären.
- Eine individuelle Begleitung kann Rückfälle deutlich reduzieren.

